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Allgemeines


Grundsätzliches für alle Kantone:

Verkehrsvorschriften

Zur Führung eines Schiffes ist ein Schiffsführerausweis erforderlich, wenn gemäss Schiffsausweis die Antriebsleistung 6 KW übersteigt ;Bodensee 4,4 KW die Segelfläche mehr als 15 m2 beträgt ;Bodensee 12 m2

Der Führer eines Schiffes mit Maschinenantrieb bis 6 KW muss mindestens
14 Jahre alt sein. Das Mindestalter für den Erwerb eines Schiffsführerausweises beträgt:14 Jahre zur Führung von Schiffen der Kategorie D 18 Jahre zur Führung von Schiffen der Kategorie A 20 Jahre zur Führung von Schiffen der Kategorie B, C und E

Lernfahrten dürfen nur in Begleitung eines Schiffsführers durchgeführt werden, der den erforderlichen Schiffsführerausweis besitzt.


Gesuch um die Erteilung eines Schiffsführerausweises

Jeder Bewerber, welcher ein Schiffsführerausweis erlangen möchte, muss bei dem Kantonalen Schiffahrtsamt / Strassenverkehrsamt ein Gesuch um die Erteilung eines Schiffsführerausweises einreichen.

Die Antragsformulare und das Verfahren können kantonal verschieden sein.

Bewilligungen für ausserkantonale Schiffsführerprüfungen werden ebenfalls kantonal geregelt. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem entsprechendem Amt.

Für die Bewilligungen und Prüfungen wird Rechnung gestellt.

Führerprüfungen

Der Führerausweis wird erteilt, wenn die amtliche Prüfung ergeben hat, dass der Bewerber die Verkehrsregeln kennt und Schiffe der Kategorie, für die der Ausweis gilt, sicher zu führen versteht.

Prüfungen

Der Bewerber um den Schiffsführerausweis hat seine Befähigung in einer theoretischen und praktischen Prüfung nachzuweisen.

Theoretische Prüfung

Für die theoretische Schiffsführerprüfung werden interkantonale Fragebogen verwendet. Die Prüfung erstreckt sich auf die Verkehrsregeln und Signale. Als Grundlage für die Vorbereitung können Sie bei Ihrem Schiffahrtsamt oder Strassenverkehrsamt sowie bei Ihrer Schiffsfahrschule das Lernbuch " Gute Fahrt auf schweizerischen Gewässern " beziehen, bzw. den Katalog der Prüfungsfragen beziehen.

Die theoretische Prüfung ist für die Kategorie A + D identisch.

Praktische Prüfung

Prüfungsprogramm für Führerausweis der Kategorie A.

Seemannschaft
- Belegen des Schiffes auf Klampe, Poller, Ring und Pfahl, ( div. Knoten ).

Schiffssicherheit
- Brandbekämpfung, Gefahr von Wasser im Schiff. Klarmachen des Schiffes zur Fahrt

Fahren
- Ab- und Anlegen an Steg Steuerbord und Backbord voraus sowie rückwärts.
- Manövrieren auf engem Raum.
- Bug- und Hecklandungen.
- Mann über Bord.
- Fahren auf verschiedenen Kursen, auf Fliessgewässer aufdrehen und
  landen in der Strömung und im " Hinterwasser " , Ankermanöver.


Ausweis - Kategorien

Kategorie A :     Schiffe mit Maschinenantrieb
Kategorie D :     Segelschiffe
Kategorie B :     Fahrgastschiffe
Kategorie C :     Güterschiffe mit Maschinenantrieb, Schubverbände / Schlepper
Kategorie E :     Schiffe von besonderer Bauart


Zum Belegen des Schiffes

können verschiedene Knoten frei gewählt werden wie Mastwurf, Palstek, Roringstek, Kopfschlag usw. Das Schiff muss vor dem Belegen still stehen. Es ist zuerst im Luv zu belegen, ein vorgängiges Sichern im Lee ist erlaubt. Es soll sich genügend frei bewegen können. ( Abstand ca. 0,5 m ) Das Belegen hat in nützlicher Frist zu erfolgen.Bei längerem Stilliegen sollten Fender sowie eine Vor- und Achterspring gesetzt werden.

Ufer und Sperrzone


Sorgfaltspflicht

Der Schiffsführer hat alle Vorsichtsmassnahmen zu treffen, welche die allgemeine Sorgfaltspflicht und die Übung in der Schiffsführung gebieten, damit niemand gefährdet, kein fremdes Gut beschädigt, die Schiffahrt und Fischerei nicht behindert und die Umwelt nicht gestört wird.

Sperrzonen

Für die Schiffahrt gesperrte Wasserflächen sind mit gelben, kugelförmigen Schwimmkörpern gekennzeichnet. Bestände von Wasserpflanzen wie Schilf, Binsen und Seerosen dürfen nicht befahren werden. In der Regel ist ein Abstand von mindestens 25 Meter einzuhalten.

Uferzonen

Als innere Uferzone gilt der Gewässergürtel bis zum Abstand von 150 Meter vom Ufer, als äussere Uferzone derjenige ausserhalb der inneren Uferzone bis zum Abstand von 300 Meter vom Ufer, von Wasserpflanzenbeständen, die dem Ufer vorgelagert sind, oder von Einbauten im Gewässer.

Motorschiffe, ausgenommen Kursschiffe, die nach dem offiziellen Fahrplan verkehren, dürfen : die innere Uferzone nur befahren, um an- oder abzulegen, stillzuliegen oder Engstellen zu durchfahren, sie nehmen dabei den kürzesten Weg. in der inneren und äusseren Uferzone nicht schneller fahren als 10 Km/h. Auf dem Bodensee gibt es nur eine Uferzone, sie beträgt 300 Meter und ist zu befahren wie die innere Uferzone.

Strafbestimmungen


Wer Verkehrsregeln des Gesetztes, der internationalen Vereinbarungen oder der Ausführungserlasse des Bundes oder der Kantone verletzt, wird mit Haft oder Busse bestraft.

Wer durch grobe Verletzung der Verkehrsregeln eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt, wird mir Gefängnis oder mit Busse bestraft.


Beaufortskala von 0 - 12


Beaufortgrad  Auswirkung des Windes auf die See 
0 -  still.  Spiegelglatte See.
1 - leiser Zug.  Kleine schuppenförmig aussehende Kräuselwellen ohne Schaumkronen.
2 -  leichte Brise. Kleine Wellen, noch kurz, aber ausgeprägter. Die Kämme sehen glasig aus und brechen sich nicht.
3 - schwache Brise. Die Kämme beginnen zu brechen. Der Schaum ist glasig. Vereinzelt können kleine weisse Schaumköpfe auftreten.
4 - mässige Brise. Die Wellen sind zwar noch klein, werden aber länger. Weisse Schaumköpfe treten schon ziemlich verbreitet auf.
5 - frische Brise.  Mässige Wellen, die eine ausgeprägte lange Form annehmen. Weisse Schaumkämme bilden sich in grosser Zahl (vereinzelt kann schon etwas Gischt vorkommen).
6 - starker Wind.  Die Bildung grosser Wellen beginnt. Überall treten weisse Schaumkämme auf (üblicherweise kommt Gischt vor).
7 - steifer Wind.  Die See türmt sich. Der beim brechen entstehender weisse Schaum beginnt sich in Streifen Windrichtung zu legen.
8 - stürmischer Wind.  Mässig hohe Wellenberge von beträchtlicher Länge. Die Kanten der Kämme beginnen zu Gischt zu verwehen. Der Schaum legt sich in gut ausgeprägten Streifen in Windrichtung.
9 - Sturm.  Hohe Wellenberge; dichte Schaumstreifen in Windrichtung. Das bekannte "Rollen" der See beginnt. Die Gischt kann die Sicht beeinträchtigen.
10 - schwerer Sturm.  Sehr hohe Wellenberge mit langen überbrechenden Kämmen. Die entstehenden Schaumflächen werden in so dichten weissen Streifen in Richtung des Windes geweht, dass die Meeresoberfläche im ganzen weiss aussieht. Das Rollen der See wird schwer und stossartig. Die Sicht ist beeinträchtigt.
11 - orkanartiger Sturm.  Aussergewöhnlich hohe Wellenkämme (kleine und mittelgrosse Schiffe können hinter den Wellenbergen aus der Sicht verloren werden). Die See ist völlig von den langen weissen Schaumflächen bedeckt, die in Richtung des Windes verlaufen. Überall werden die kanten der Wellenkämme zu Gischt verweht. Die Sicht ist herabgestezt.
12 - Orkan.  Die Luft ist mit Schaum und Gischt angefüllt. Die See ist vollständig weiss vom treibendem Gischt. Die Sicht ist sehr stark herabgesetzt.